Schädlinge

Hinweise zur Erkennung von Motten und nützliche Tipps zur Vorbeugung

Beschreibung und Bekämpfung der Dörrobstmotte
Plodia interpunctella

Dörrobstmotte (7 - 10 mm)

Beschreibung

Die Dörrobstmotte ist eine wärmebedürftige Mottenart, deren Weibchen etwa 200-400 Eier legen. Nach 3-4 Tagen schlüpfen Raupen (Larven), die jede Art von Getreideerzeugnissen fressen. Sie benötigen etwa 4 Wochen für die vollständige Entwicklung zum adulten Tier. Ausgeschlüpfte, adulte Tiere nehmen keine Nahrung mehr auf und leben bei 30° C nur etwa 5-6 Tage. In dieser Zeit werden die weiblichen Motten begattet und legen erneut Eier ab. Die kupferrote Dörrobstmotte ist neben der Kleidermotte der schädlichste Schmetterling in europäischen Haushalten.

Vorbeugung und Bekämpfung

Befallene Waren müssen entfernt werden und umgebende Bereiche sollten gründlich gereinigt werden (trocken). Die Bekämpfung kann auf unterschiedliche Weise stattfinden. Larven können mit einer Spot- und Flächenbehandlung, Puppen mit Emulsionspräparaten und adulte Motten bsplw. mit geeigneten Aerosolverfahren bekämpft werden. Eine biotechnische bzw. biologische Bekämpfung kann über Pheromon-Irritationsverfahren bzw. Schlupfwespeneinsatz erfolgen. Mittels Pheromonklebefallen kann nach erfolgter Bekämpfung eine Erfolgskontrolle und auch eine regelmäßige Überwachung stattfinden.


Beschreibung und Bekämpfung von Kleidermotten
Tineola bisselliella

Kleidermotte (4-8 mm)

Beschreibung

Die Kleidermotte ist nicht nur in Haushalten ein sehr ernster Materialschädling für Wollbekleidung, Teppiche und Polstermöbel. In Museen mit Echthaar-Exponaten oder z.B. altertümlicher Kleidung richtet sie unter Umständen einen nicht wieder gut zu machenden Schaden an. Die Weibchen der Kleidermotte (auch Textilmotte) legen etwa 50 Eier. Nach einem Zeitraum von 4 Tagen bis 3 Wochen schlüpfen die 1-3 mm langen Larven, die auch den Schaden verursachen. Die Entwicklungsdauer zum adulten Tier nimmt je nach Umgebungsvariablen ca. 65-90 Tage in Anspruch.

Vorbeugung und Bekämpfung

Um einem Befall von Kleidermotten vorzubeugen können gefährdete Textilien geschützt werden, z.B. mit Permethrin. In jedem Fall aber sollten diese Textilien, wie auch die Umgebung regelmäßig auf einen Motten/Mottenlarvenbefall hin überprüft werden. Besteht eine Befallssituation, sollten (sofern möglich) befallene Textilien/ Materialien gereinigt/gewaschen oder einer Gefrierbehandlung unterzogen werden. Larven/Eier und Puppen halten sich meist in Ritzen/Spalten und Fugen auf, wo sie mit einem insektiziden Langzeitmittel behandelt werden können. Eine vorhergehende gründliche, trockene Reinigung der betroffenen Bereiche durch den Kunden ist in jedem Fall notwendig, um die Bekämpfung effektiver zu machen.